Termine - Archiv

AKTUELLES - TV-Sendungen - Kino - Links

____________________________________________________________

 

 

Die Liebe in Briefen

»Erinnerst Du Dich an mich?, ich bin der schüchterne Jüngling, der, seit Du ihm am Neujahrsmorgen den Kopf verdreht hast, immer aus bleichem Antlitz seufzend durch die nächtlichen Gassen irrt. Liebst Du mich?, ich Dich mehr«, schreibt der Dichter Peter Hacks am 2. April 1963 an die Schauspielerin Eva-Maria Hagen.

Sie schreibt über diese erste Begegnung: »In jener Nacht spürte ich eine ungewöhnliche Berührung und seinen berauschenden, leicht alkoholisierten Atem. Dann tanzten wir miteinander - ohne vorher ein Wort gesagt zu haben, und zwar auf eine derart zupackende Art, als wolle er mich auf der Stelle vernaschen. Donnerwetter, dachte ich, der traut sich vielleicht was, und dabei dampfte er vor Lebensfreude und Abenteuerlust, lachte frech und fröhlich, wunderte sich anscheinend über sich selbst, tat so, als wäre er eigentlich ein Unschuldslamm - und ich die Verführerin. Bevor er verschwand, streifte mich noch ein vielsagender Blick « Aus diesem Anfang entstand eine zarte Liebesgeschichte, die ihren Niederschlag in Briefen, Gedichten und Bildern fand. Hacks empfand ihr seine »fliegende Prinzessin« nach und schrieb ihr das Stück "Polly" auf den Leib.

Eva-Maria Hagen hat die Dokumente dieser »Liaison amouröse« gesammelt und zu einem literarischen Kammerspiel arrangiert. Das Buch ist in der letzten Septemberwoche im Buchhandel erhältlich.

Mehr lesen...

XXX

 

____________________________________________________________

SWR2 Hörspiel am Sonntag

›In Zeiten des abnehmenden Lichts‹ (1/2)

Sendung am Sonntag, 16.12. | 18.20 Uhr - SWR2

Nach dem gleichnamigen Roman von Eugen Ruge

Mit: Mit Dieter Mann, Devid Striesow, Hans Teuscher, Eva-Maria Hagen, Ekatarina Choulman, Michael Schweighöfer u. a.
Musik: Henrik Albrecht
Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: SWR 2012 / Ursendung)

Die Erfahrungen von vier Generationen über 50 Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition: Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.
Seine Figuren haben Bestand jenseits der Zeiten. Und vielleicht erzählt er gerade deshalb mehr von der DDR und den Nöten des Lebens als all die Bücher, die sich an den Ideologien und an der harten Wirklichkeit abarbeiten. Die Zeit ist reif für diesen unverstellten, humorvollen und einfühlsamen Blick. Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung

Überragend ... eine faszinierende Innensicht der DDR.
Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Teil 2. Sonntag, 23. Dezember, 18.20 Uhr

Eugen Ruge, geboren 1954 in Soswa (Ural), lebt in Berlin und auf Rügen. Er studierte Mathematik an der Humboldt-Universität und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging, arbeitete er beim DEFA-Studio für Dokumentarfilm. Seit 1989 ist er hauptberuflich für Theater und Rundfunk als Autor und Übersetzer tätig. Seine Arbeiten wurden u.a. mit dem Schiller-Förderpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. 2009 erhielt Eugen Ruge für sein erstes Prosamanuskript »In Zeiten des abnehmenden Lichts« den Alfred- Döblin-Preis; 2011 wurde der daraus entstandene Roman mit dem Aspekte-Literaturpreis und mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

____________________________________________________________

Regisseur Leonhard Koppelmann u. Eva-Maria Hagen

Darsteller: Hans Teuscher - Eva-Maria Hagen - Dieter Mann

Hans Teuscher - Eva-Maria Hagen - Dieter Mann

Filme wiederentdeckt – Filmreihe „Der weibliche Blick der DEFA“

VERGESST MIR MEINE TRAUDL NICHT

Donnerstag, 5. Juli 2012 - 18:30 Uhr

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Chemiepark, Areal A, Bunsenstr. 4, 06766 Wolfen, Tel.: 03494/636446

Leitung: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker, Berlin

DEFA 1957, Regie: Kurt Maetzig, Drehbuch: Kurt Barthel, Kurt Maetzig, Kamera: Erwin Anders, Musik. Hans-Hendrik Wehding, Darsteller: Eva-Maria Hagen, Horst Kube, Günther Haak, Günther Simon, Fred Delmare, Sabine Thalbach, Rudi Schiemann,

Als Traudel sechs Jahre alt ist, stirbt ihre Mutter im KZ Ravensbrück. "Vergesst mir meine Traudel nicht" ist der letzte Satz eines Briefes ihrer Mutter. Traudel trägt ihn immer bei sich, während sie bei Pflegeeltern und später im Heim lebt. Mit 17 Jahren bricht sie aus dem Heim aus. Sie läuft einem jungen Mann, dem Lehrer Wolfgang, vors Motorrad und lässt sich von ihm nach Berlin bringen, wo sie angeblich Bekannte hat. Da das nicht stimmt, klammert sie sich an Wolfgang, dem das lästig wird. Dann nimmt sich der Polizist Hannes Wunderlich ihrer an, der mit Wolfgang bei Frau Palotta zur Untermiete wohnt. Aus Liebe zu dem Mädchen macht der Polizist eine krumme Sache: Er verletzt Gesetz und Vorschrift, die für ihn besonders verbindlich sind, als er Traudel einen falschen Personalausweis ausstellt und ihr so zu einem provisorischen Existenznachweis verhilft. Er kommt mit einer kleinen Strafe davon und heiratet Traudel. Ein außergewöhnlicher DEFA-Spielfilm mit tiefgründigem Humor und einer hinreißenden Hauptdarstellerin!

Eine Veranstaltungsreihe des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseums Wolfen“ e.V. mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung, des Landkreises Anhalt-Bitterfeld und der Stadtwerke Wolfen

PROGRAMM

18.30 – 18.45 Uhr

Begrüßung: Horst Kühn, 1. Vorsitzender Industrie- und Filmmuseum e.V.

Einführung: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker

18.45 Filmvorführung

Nach einer Lehre zur Maschinenschlosserin im Bahnbetriebswerk Wittenberge begann Eva-Maria Hagen 1952 ein Schauspielstudium in Ost-Berlin, wo sie 1953 noch unter der Leitung von Bertolt Brecht, im Berliner Ensemble im Stück Katzgraben von Erwin Strittmatter spielte. 1954 heiratete sie den Drehbuchautor Hans Oliva-Hagen. Aus der fünfjährigen Ehe ging die 1955 geborene Tochter Catherina hervor, die später unter dem Namen Nina Hagen als Schauspielerin und Sängerin bekannt wurde. Eva-Maria Hagen zählte zu den beliebtesten Filmschauspielerinnen der DDR. Ende 1976 wurde sie, aufgrund ihres Protestes gegen die kurz zuvor erfolgte Ausbürgerung Ihres Freundes Wolf Biermann, fristlos aus ihrer Arbeit entlassen. 1977 folgte, zusammen mit ihrer Tochter Nina, die Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde auch als Malerin und Buchautorin bekannt. Die Schauspielerin Cosima Shiva Hagen ist ihre Enkelin.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Gespräche im kleinen Kreis beim Imbiss fortzusetzen. ....Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt 7,00 € und wird vor Beginn der Veranstaltung entgegengenommen.

 

  

 

Autogramm-Foto von Dreharbeiten zum Film

Film-Szene mit Günther Haak u. Eva-Maria Hagen

Eva-Maria Hagen beim Filmfestival in der CSSR

Für Eva-Maria das Fotobuch

Geburtstaggeschenk und ein Dankeschön - von Reiner Müller

Esslingen, 2. Juni 2012

Liebe Eva, es sind jetzt schon wieder zweieinhalb Jahre her, dass ich dir anlässlich unserer 25jährigen Bekanntschaft dieses Fotobuch schenkte. Es sind größtenteils Schnappschüsse, und beim Zusammenstellen begriff ich erst richtig, wie wichtig für mich unsere Begegnung war und unsere Freundschaft immer noch ist. Ich war damals 19, ging noch zur Schule und landete mehr oder weniger zufällig eines Abends im schrulligen Baden-Badener Theater, wo du mit Jean-Marie ein Konzert gegeben hast. Klar kannte ich Nina, von Biermann hatte ich ne LP, Brecht kannte ich bloß aus der Schule und konnte nicht viel mit ihm anfangen, wie mit dem meisten, was ich in der Schule lernen musste (es waren ausgerechnet die Buckower Elegien, mit denen unser Deutschlehrer uns das Interesse an Brecht gründlich austrieb). Dann kamst du und hast mir Türen geöffnet, von deren Existenz ich keine Ahnung hatte, hast mich mit deinen Liedern auf abenteuerliche und gleichzeitig lehrreiche Reisen mitgenommen und Lust in mir geweckt, das Leben aus anderen Blickwinkeln als die meiner kleinstädtischen Umgebung zu betrachten. Plötzlich begriff ich, durch deine Interpretation, dass die Dichter deiner Lieder – Biermann, Brecht, Brassens, Prévert, Okudshava usw. – mir (!) etwas zu sagen hatten, sie mir Mut zu mir selbst machten und mir gelegentlich auch in’n Arsch traten. Kein Wunder, dass ich mehr von dir hören und sehen wollte, bin dir also nachgereist, wohin ich konnte und als ich mich zwölf Jahre später, nach Abi, Zivildienst und Studium vom gemütlichen Baden nach Hamburg aufmachen wollte, hast du mir, dem langjährigen Verehrer, die ersten Monate Unterschlupf geboten, so dass ich auf Kampnagel als Regieassistent meine ersten professionellen Theatererfahrungen sammeln konnte. Das war mein Einstieg ins Berufsleben, und du warst der schwarz-rote Engel im Flickenrock, der mich rief. Und obwohl unsere Biographien so unterschiedlich sind, ist dann nicht nur eine intensive Arbeitsbeziehung, beginnend mit deinem Buch „Eva und der Wolf“ entstanden, sondern auch eine ganz besondere Freundschaft. Davon erzählen diese Bilder, von den vielen intensiven Momenten und Erlebnissen, von aufregenden Begegnungen, von Reisen, Konzerten und Geburtstagsfesten, von geistreichen, aber auch lustigen Spaziergängen und Bootsfahrten in Karolinenhof, wo ich jahrelang den Sommer bei dir verbringen durfte, vom Äpfelpflücken, Pilzesammeln ›Pferdestehlen‹ und dem Betrachten eines Ufos. Und jede Menge Menschen, klar, querbeet durch die Spezies, manche mehr, manche weniger, manche überhaupt nicht berühmt, Reiche und Arme, jedes Alter ist vertreten. Aber nicht weniger wichtig scheint mir sind für dich die Tiere, mit denen du wie ne Märchenfee kommunizierst: Die Kühe, die Schafe, die Vögel, die Katze Renate und selbst den ständig zähnefletschenden Kläffer von Sängers, Berri, machtest du dir zum Kumpel. Ganz wichtig auch die Landschaft, der Himmel der Uckermark, die Farben, die Weiten, der Kuhzer See und der Geruch dieser Gegend, der mir beim Betrachten der Bilder in die Nase steigt.

Dieses Album sollte ein kleines Dankeschön sein für das, was du mir gegeben hast und was ich dir zu verdanken habe. Wenn du es jetzt auf deiner Homepage veröffentlichen möchtest und sich dann noch mehr Leute daran erfreuen, soll’s mir recht sein. Ich habe noch ein paar Schnappschüsse von der Finissage deiner letzen Ausstellung hinten drangehängt und freue mich schon, die kommenden Ereignisse einzufügen. Liebe Grüße aus dem Schwarzwald,

Dein ewigtreuer Reiner

Notizen zum Fotobuch


Archiv |  Kontakt  |  Shop |  Impressum | 

Inhaltsverzeichnis